# Dynamische Stromtarife &#038; §14a Modul 3 — lohnt sich das?

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Strom zum Börsenpreis: Nachts für wenige Cent das E-Auto laden, mittags mit PV-Überschuss den Speicher füllen — und in der teuren Abendspitze automatisch sparen. Dynamische Stromtarife und zeitvariable Netzentgelte (§14a Modul 3) machen genau das möglich. Wir erklären, was Sie dafür brauchen, was realistisch drin ist und wo die Risiken liegen.

## Was ist ein dynamischer Stromtarif?

Bei einem dynamischen Tarif zahlen Sie für Ihren Strom den Börsenpreis (EPEX Spot) der jeweiligen Viertelstunde — seit Oktober 2025 wird in 15-Minuten-Intervallen gehandelt — plus Grundgebühr, Netzentgelte, Steuern und Abgaben. Der Preis schwankt im Tagesverlauf erheblich: In sonnen- und windreichen Stunden ist Strom sehr günstig, teilweise sogar negativ bepreist; in der Abendspitze wird er teuer.

Seit dem 1. Januar 2025 müssen größere Stromlieferanten einen dynamischen Tarif anbieten (§41a EnWG). Das Angebot ist inzwischen breit: Von Spezialisten wie Tibber, Ostrom oder aWATTar bis zu klassischen Versorgern. Die Preismodelle unterscheiden sich vor allem in der Grundgebühr (meist rund 4–6 €/Monat) und einem eventuellen Aufschlag pro Kilowattstunde.

## Der zweite Hebel: §14a Modul 3 — zeitvariable Netzentgelte

Seit dem 1. April 2025 müssen alle Netzbetreiber zusätzlich zeitvariable Netzentgelte anbieten (Modul 3 nach §14a EnWG, kombinierbar nur mit Modul 1). Damit schwankt nicht nur der Strompreis, sondern auch das Netzentgelt nach Tageszeit — in drei Stufen (Hochtarif, Standard, Niedertarif).

Der Unterschied kann spürbar sein: Im Niedertarif (meist nachts) liegt das Arbeitspreis-Netzentgelt deutlich unter dem im Hochtarif (meist in der Abendspitze) — und das noch vor dem eigentlichen Strompreis. Die genauen Werte und Zeitfenster stehen im aktuellen Preisblatt Ihres Netzbetreibers. Wer sein E-Auto konsequent nachts lädt, kann hier doppelt sparen: günstiger Börsenstrom und niedriges Netzentgelt.

Alle Details zu den drei Modulen — inklusive der pauschalen Entlastung nach Modul 1 (je nach Netzgebiet grob 110–190 €/Jahr) — finden Sie auf unserer §14a-EnWG-Seite.

## Was ist realistisch drin?

## Unser Fazit: Automatisierung entscheidet

Ein dynamischer Tarif ist kein Sparabo, sondern ein Werkzeug. Von Hand auf die Strompreis-App zu schauen funktioniert zwei Wochen lang — dann übernimmt der Alltag. Wirtschaftlich wird es, wenn ein Energiemanagementsystem Wallbox, Wärmepumpe und Speicher automatisch in die günstigen Fenster schiebt: Preissignale rein, Schaltbefehle raus, Komfort bleibt.

Genau solche Systeme planen und installieren wir — von der Loxone-Steuerzentrale über EEBUS-Anbindung bis zu normgerechten Stromsensoren im Zählerschrank nach VDE-AR-N 4100:2026-04.

## Häufige Fragen

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