Was kostet ein E-Check — und was muss er kosten, damit er etwas taugt? Hier sind die marktüblichen Preise 2026 für Wohnung, Einfamilienhaus und Gewerbe, die DGUV-V3-Staffeln pro Gerät, die Prüffristen und die Antwort auf die Frage, warum das billigste Prüfangebot oft das teuerste ist.

Hinweis: Alle Angaben zu Gesetzen, Normen und Förderprogrammen dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Stand: Juli 2026. Lassen Sie sich persönlich beraten →

E-Check privat: Wohnung und Einfamilienhaus


Wohnung

Prüfung der Elektroanlage einer Wohnung (bis ca. 4 Zimmer): marktüblich 100–300 €, je nach Größe und Anzahl der Stromkreise.

Einfamilienhaus

Komplettes EFH inklusive Messungen und Protokoll: marktüblich 150–400 €, im Mittel um 280 €. Dauer typisch 1–3 Stunden.

Zusatzpositionen

Je zusätzlichem Stromkreis ca. 8–15 €, je geprüftem Gerät ca. 5–15 €. Wallbox oder PV-Anlage als Sonderprüfung: ca. 40–120 € Aufschlag.

Was Sie bekommen

Sicht-, Mess- und Funktionsprüfung nach den VDE-Bestimmungen, dokumentiert im Prüfprotokoll — als Nachweis für Versicherung, Vermietung oder Hauskauf.

Gut zu wissen: „E-CHECK“ ist eine geschützte Marke des Elektrohandwerks — durchführen dürfen ihn Innungsfachbetriebe. Geprüft wird nach DIN VDE 0100-600 bzw. DIN VDE 0105-100, bei Geräten nach DIN EN 50699 (VDE 0702). Wer prüft, haftet für sein Protokoll — deshalb gehören zu einem seriösen E-Check echte Messungen (Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, FI-Auslösung), nicht nur ein Blick in den Verteiler.

DGUV V3 fürs Gewerbe: Preise pro Gerät und Anlage

Für Unternehmen ist die wiederkehrende Prüfung elektrischer Betriebsmittel und Anlagen Pflicht (DGUV Vorschrift 3, §3 BetrSichV). Die Kosten hängen fast nur von der Stückzahl ab:

Ortsveränderliche Geräte (alles mit Stecker — vom Laptop-Netzteil bis zur Kaffeemaschine): marktüblich 3–6 € pro Gerät, bei kleinen Stückzahlen eher 6–8 €, bei mehreren hundert Geräten 2–4 €. Dazu kommt meist eine Anfahrt-/Grundpauschale. Ortsfeste Anlagen (Unterverteilungen, fest angeschlossene Maschinen): je Anlage typischerweise 150–450 €, Maschinen je nach Komplexität 20–90 €.

Die Prüffristen legt Ihre Gefährdungsbeurteilung fest. Als Richtwerte gelten: ortsveränderliche Geräte alle 6 Monate (auf Baustellen 3 Monate) — bei nachweislich niedriger Fehlerquote verlängerbar auf 1 Jahr in Werkstatt/Fertigung bzw. bis 2 Jahre im Büro. Ortsfeste Anlagen: spätestens alle 4 Jahre, in Feucht- und Sonderbereichen jährlich. Die Pflichten im Detail — auch für Vermieter — haben wir auf der Seite DGUV V3 & E-Check zusammengefasst.

Vorsicht bei Dumping-Angeboten „ab 1,50 €/Gerät“: Seriös prüfen heißt: Gerät öffnen bzw. messen, bewerten, beschriften, dokumentieren. Wer 300 Geräte am Vormittag „schafft“, hat gemessen — oder gestempelt. Im Schadensfall zählt vor Versicherung und Gericht nur ein belastbares Protokoll. Fragen Sie immer: Was wird gemessen, was dokumentiert, wer haftet?

Warum sich der E-Check rechnet

Für Vermieter ist die geprüfte Elektroanlage der Nachweis der Verkehrssicherungspflicht — bei einem Brand mit Personenschaden entscheidet das Protokoll über die Haftungsfrage. Für Unternehmen ist die DGUV-V3-Prüfung Voraussetzung des Versicherungsschutzes. Und für Hauskäufer ist der E-Check die günstigste Due-Diligence überhaupt: Für unter 400 € wissen Sie vor dem Kauf, ob eine 15.000-€-Sanierung ansteht — die Details dazu im Beitrag Elektroinstallation: Kosten 2026.

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Häufige Fragen

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