Loxone, KNX oder doch „erstmal ein paar Shellys“? Kaum eine Frage wird beim Hausbau so oft gestellt — und so selten ehrlich beantwortet. Wir arbeiten täglich mit diesen Systemen und sagen Ihnen, was sie wirklich kosten, wo ihre Grenzen liegen und welches System zu welchem Projekt passt. Spoiler: Es gibt keinen Sieger für alle — aber für Ihr Projekt gibt es einen.
Die drei Welten in 60 Sekunden
KNX ist der offene Weltstandard der Gebäudeautomation: ein kabelgebundener Bus, über 500 Hersteller, mehr als 8.000 zertifizierte Produkte, Wurzeln in den frühen 1990ern. Jedes Gerät trägt seine Intelligenz selbst, eine Zentrale ist optional, eine Cloud unnötig.
Loxone ist ein integriertes System eines Herstellers: Der Miniserver ist die Zentrale, daran hängen Tree- (Kabel) und Air-Komponenten (Funk). Alles läuft lokal, ohne Cloud-Zwang und ohne laufende Gebühren; die Logik (Licht, Beschattung, Heizung, PV-/Energiemanagement) kommt fertig gedacht aus einer Hand.
Shelly & Co. sind WLAN-Retrofit-Module: hinter die vorhandene Schalterdose geklemmt, machen sie einzelne Punkte smart. Günstig, schnell, ohne neue Leitungen — aber ein Baukasten aus Einzelteilen, kein integriertes System.
Was kostet es wirklich? (EFH ~150 m², Neubau)
KNX
Loxone
Shelly / Funk-Retrofit
Einordnung Gesamtbudget
Die ehrlichen Unterschiede
Cloud & Datenschutz: KNX und Loxone laufen vollständig lokal — Internet braucht es nur für Fernzugriff und Wetterdaten. Shelly funktioniert wahlweise mit Cloud oder lokal (MQTT/REST), das muss man aber bewusst konfigurieren und pflegen: Firmware-Updates, Passwörter, Netzsegmentierung. Ein ungepflegtes WLAN-Smart-Home ist die größte Angriffsfläche im Haus.
Zukunftssicherheit: KNX punktet mit 30 Jahren Herstellervielfalt — kein einzelner Anbieter kann das System beerdigen. Loxone ist proprietär: Sie binden sich an einen Hersteller (der seit 2009 konsequent wächst) und gewinnen dafür Integrationstiefe, die der offene Standard so nicht bietet — vom PV-Überschussladen bis zur fertigen §14a-Logik. Matter und KNX IoT ändern das Bild frühestens Ende des Jahrzehnts spürbar.
Nachrüstung im Bestand: Hier dreht sich das Bild. KNX nachrüsten heißt meist: Wände auf (KNX RF bleibt Nische und ist teuer). Loxone Air macht mit dem Miniserver Go echtes Systemverhalten ohne neue Leitungen möglich — unser Standardweg bei Bestandsgebäuden. Shelly ist der Retrofit-König für Einzelpunkte: Rollladen hier, Licht da.
Stabilität: Kabel schlägt Funk, immer. Loxone Tree und KNX TP laufen jahrzehntelang wartungsarm. 868-MHz-Funk (Loxone Air) ist deutlich störfester als das überfüllte 2,4-GHz-WLAN, in dem Shellys leben. Wer im Neubau auf reine WLAN-Aktorik setzt, spart am falschen Ende.
Was Loxone bei uns besonders macht
Als Loxone-Partner in der Region Hannover verbinden wir das System mit dem, was wir ohnehin täglich bauen: PV-Anlagen, Wallboxen, Wärmepumpen-Elektrik und Energiemanagement nach VDE-AR-N 4100. Der Miniserver spricht Modbus, EEBUS-Anbindung, KNX (!), MQTT und mehr — er kann also auch als Steuerzentrale über einer bestehenden KNX-Installation sitzen. Mehr dazu auf Loxone by MFM, für Privatkunden und Unternehmen.
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Häufige Fragen
Welches System passt zu Ihrem Projekt?
Bringen Sie Grundriss und Budgetrahmen mit — wir zeigen Ihnen an konkreten Referenzen, was KNX, Loxone oder Retrofit für Ihr Haus bedeuten, und rechnen die Varianten transparent gegeneinander. Meisterbetrieb & Loxone-Partner, Region Hannover.
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