Die Elektroinstallation macht typischerweise 3–5 % der Bausumme aus — und ist trotzdem der Posten, an dem oft am falschen Ende gespart wird. Hier sind die realen Richtwerte 2026 für Neubau und Sanierung: Kosten pro Quadratmeter, was die Ausstattungsstufen bedeuten, welche Posten den Preis treiben und wo Sparen klug ist (und wo teuer wird).
Richtwerte 2026: Was kostet die Elektroinstallation?
Neubau Standard
Neubau Mittel (empfohlen)
Gehoben / Smart-ready

Smart-Home-Vollausbau
Kernsanierung im Altbau: Rechnen Sie mit 80–150 €/m² Wohnfläche — eine 100-m²-Wohnung liegt damit bei etwa 8.000–15.000 €, ein 150-m²-Haus bei 12.000–22.500 €. Sind die Wände ohnehin offen (Kernsanierung mit neuem Putz), sinkt der Arbeitsaufwand um 30–40 % — ein guter Zeitpunkt für neue Elektrik.
Die Ausstattungsstufen — und warum „Stufe 1″ fast immer zu wenig ist

Die RAL-RG 678 definiert Ausstattungswerte von Stufe 1 (Mindestausstattung) über Stufe 2 (Standard) bis Stufe 3 (Komfort), jeweils mit „plus“-Varianten für erhöhte Anforderungen. Der Unterschied ist konkret: Anzahl der Steckdosen und Stromkreise pro Raum, Netzwerk-Anschlüsse, Beleuchtungsauslässe.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Stufe 1 ist beim Einzug bereits zu knapp. Im Wohnzimmer treffen heute TV, Konsole, Router, Soundbar, Ladegeräte und Stehlampe auf drei Doppelsteckdosen. Nachträglich kostet jede zusätzliche Dose ein Vielfaches. Planen Sie mindestens Stufe 2, in Küche, Wohnzimmer und Arbeitszimmer eher Stufe 3.
Die unterschätzten Kostentreiber

Zähleranlage: Im Neubau ist der normkonforme Zählerschrank Teil des Pakets; in der Sanierung ist er oft der größte Einzelposten — reale Zahlen dazu in unserem Beitrag Zähleranlage: Kosten 2026.
Zukunftslasten: Wallbox-Zuleitung, Kaskaden-fähige Messtechnik für die Wärmepumpe, Leerrohre für PV — im Bau ein paar hundert Euro, nachträglich vierstellig. Was normativ ohnehin kommt, steht in der VDE-AR-N 4100:2026-04.
Jalousie/Beschattung: Elektrische Rollläden oder Raffstores kosten je Fenster 130–240 € Elektrik-Anteil — bei 15 Fenstern ein eigener Budgetposten, der gern vergessen wird.
Netzwerk: WLAN ersetzt keine Verkabelung. Netzwerkdosen mit Cat.6A-Verkabelung in Arbeitszimmer, Wohnzimmer und an TV-Positionen gehören 2026 zur Grundausstattung — Homeoffice und Streaming danken es.
Außenbereich: Terrasse, Wegbeleuchtung, Garage/Carport (Stichwort Wallbox), Zisterne, Gartenhaus — alles, was Erdkabel braucht, ist im Rohbau günstig und später Tiefbau.
Wo Sie sparen können — und wo nicht

Häufige Fragen
Meist steckt der Unterschied im Leistungsumfang: Anzahl Stromkreise und Dosen, Qualität des Schalterprogramms, Zählerschrank inklusive oder nicht, Dokumentation und Messprotokoll. Vergleichen Sie nie nur Endsummen, sondern die Positionsliste — oder lassen Sie uns das zweite Angebot gegenlesen.
Punktuelle Modernisierung (z. B. Küche oder Bad) ist möglich und sinnvoll, wenn der Rest der Anlage sicher ist. Rechnen Sie pro Raum je nach Umfang mit einigen hundert bis wenigen tausend Euro. Wichtig: Alt und Neu müssen sauber getrennt und der FI-Schutz für die neuen Kreise sichergestellt sein.
Nicht automatisch — aber sie entspricht nicht mehr dem Stand der Technik (oft kein durchgängiger FI-Schutz, zweiadrige Leitungen, überlastete Kreise). Ein E-Check schafft für kleines Geld Klarheit, was wirklich gemacht werden muss und was warten kann.
Ihr Projekt, unsere Kalkulation — transparent aufgeschlüsselt

Neubau oder Sanierung in der Region Hannover? Sie bekommen von uns eine Positionsliste, die Sie verstehen: Räume, Stromkreise, Ausstattung, Festpreis. Und wir sagen ehrlich, welche Stufe zu Ihrem Budget passt.
Kostenlose Erstberatung


